Einleitung
Kulturgeschichtlich ist sehr wichtig, jene Völker kennen zu lernen, die in dem späteren Deutschland sich angesiedelt haben, wie ihre Sitten, welche sie mit sich gebracht haben, auch Populationsbewegungen, welche sich hin und her schiebten, damit wir wissen, unter welchen Gefahren sie ihr Blut und ihre Sitte und Gepflogenheiten mit sich gebracht haben, bei welchen Fährnissen sie sich gefährdeten, weil ihr Weg unter Gefahren voll Fährnissen war, damit wir wissen, wie dieser Weg ihre Sitten beeinflusste, wie diese Sitten später die Geschichte Deutschlands beeinflussten.
Der Name Suebe leitet sich, nicht wie einige meinen, von der Verb schweifen her und ab, weil die Sueben eine herumschweifende Lebensweise führten,sondern von dem deutschen Wort Sippe aus der indogermanischen Wurzel seu, bedeutet abgesondert, so kann man aus dem Name folgern, dass die Sueben in Sippen, in Clanen gelebt hatten, diese Sippen können dann aus 1000 oder mehr Häupter bestehen, man könnte sagen sie sind die Echteren, weil nach Strabo der Name Germane aus der lateinischen Sprache stammt, bedeutet der Echte, der Wahre, sozusagen der wahre Kelte, so kann der Suebe echter sein, als zum Beispiel der Cheruske oder der Sugamber, weil, wie wir es gleich bemerken werden, bei den Sueben kein Grundeigentum aufgekommen war. Der Stamm oder Völkerschaft der Sueben ist der weitaus grösste und kriegischeste unter allen Germanenstämmen, daher könnte sie Tacitus Hermionen nennen, weil dies- davon werden wir noch bei dem Namen Hermundur reden- solches bedeutet wie die Vielen, darum haben die Sueben die grössere Hälfte Germaninen inne und sondern sich in verschiedene selbständte und eigens bennante Stämme. Ihr Land verfügt über hundert Gaue,aus denen sie jährlich je Tausend Bewaffnete zur Kriegsführung aus ihrem Gebiet herausführen, während die Übrigen in der Heimat zurückbleiben, um sich und dem Heer die nötige Nahrung zu sichern. Im folgenden Jahr ziehen zur Abwechselung diese ins Feld, die anderen bleiben zu Hause. Auf diese Weise wird weder der Feldbau unterbrochen, noch die Kenntnis und Übung des Kriegswesens. Hier muss man den Gau anders verstehen, als bei den Helvetiern, welche vier Gaue haben, und in jedem Gaue leben um 80 000 Menschen, so kann man nicht berechnen wie viele Menschen in dem suebischen Gau leben, obwohl soviel sagen lässt, dass man die kampffähigen Männer errechnen kann, so beläuft die Zahl auf 200 000, aber es wäre zu wenig. Doch bei ihnen gibt es keine privaten und getrennten Grundstücke, und nicht länger als ein Jahr dürfen sie zur Bestellung an einem Platz bleiben. Dies legen Engels und sehr viele so aus, dass das zur Bestellung freigegebene Land unter den Anwohnern gewechselt wird, also gemein ist, weil gemein urspünglich bedeutet wechselnd, gegenseitig wechselnd, weil die Feldmarkung, je nach der Anzahl der Bebauer grösser oder kliener der ganzen Gemeinde gehört, als Gesammtbesitz, so werden die Acker zu welchselnder Benutzung von allen besetzt.Auch zehren sie nicht viel von Getreide, sondern größtenteils von Milch und Vieh und gehen oft auf Jagd; dieser Umstand speist sowohl durch die Ernährungsart als auch durch die tägliche Übung und Lebensfreiheit, weil sie von klein auf, an keine Pflicht oder Zucht gewöhnt, überhaupt nichts gegen ihren Willen machen, ihre Kräfte und erzeugt Menschen von gewaltiger Körpergröße. So haben sie sich daran gewöhnt, bei dem starken kalten Klimas ihres Landes keine Kleidung ausser Fellen zu tragen, die sehr klein sind und einen grossen Teil des Körpers unbedeckt lassen und in Flüssen zu baden. Mit Handelsleuten verkehren sie zwar, aber nicht aus Lust nach fremden Waren, sondern um Käufer ihrer Kriegsbeute zu haben.Keineswegs lassen sie den Import von Wein zu, weil durch diese Sache, so glauben sie, Menschen zum Ertragen von Strapazen verweichlicht und schwach würden. Die Sueben halten es für den grössten Ruhm der Völkerschaft, wenn ihr ganzes Gebiet weithin von Einöden umgeben ist, das beweise, dass viele Völkerschaften ihrer Macht weichen mussten. Daher sollen auf der einen Seite des Suebenlands ungefähr tausend Meilen Ackerland brach liegen. Auf der anderen Seite schließen die Ubier an. Ihre Art zu kämpfen ist; die einzelnen Reiter wählen sich aus der gesamten Truppe jeweils einen Fußsoldaten zu ihrem eigenen Schutz aus,welcher in die vorderste Linien gestellt wird. Auch die Zahl ist bestimmt- hundert aus jedem Gau. Ein Hundert nennen sie selbst die Mannschaft, und was ursprünglich eine abstracte Ziffer war, ist jetzt ein concretes Wort und ehrenvoller Name. In der Schlacht bleiben die Reiter mit diesen zusammen, ziehen sich zu diesen zurück; wenn es gefährlicher wurde, kommen sie zur Hilfe, wenn jemand aufgrund einer schwereren Wunde vom Pferd gefallen war, stellen sie sich um ihn herum; wenn man irgendwohin länger vorrücken musste oder ein schneller Rückzug geboten war, dann besaßen sie durch Übung eine so große Schnelligkeit, dass sie dem Lauf der Pferde gleichkamen, wenn sie sich an deren Mähnen festhielten. In den Reitertreffen springen sie oft von ihren Pferden und kämpfen zu Fuss, während die Tiere in Folge der Abrichtung auf demselben Punkt stehen bleiben, erfordern es aber die Umstände, so ziehen sie sich zu ihnen zurück. Durch tägliche Übung richten sie ihre einheimische Tiere so ab, dass sie die grössten Anstregungen ertragen können. Sich beim Reiten des Sattels zu bedienen gilt in ihren Augen für die grösste Schmach und Erbärmlichkeit. Eine Eigentümlichkeit dieser Völkergruppe ist das zurückgekämmte und in einen Knoten nach oben schräg geschlungene Haar. Dies unterscheidet den Sueben von anderen Germanen, den suevischen Freien vom suebischen Knechten, so ist zum Beispiel Chnodomar's Haar in der Strassburger Schlacht mit einem feuerfarbenem Band umwunden, er trägt die Mode der Sueben. Die Sueben bewohnen keine Städte, vermeiden sie, wie die Hunnen die Häuser gleich dem Grabe. Die anderen germanischen Stämme fürchten sich vor den Sueben, wie die nicht suebischen Stämme der Tenkterer und Usipetern, welche es sogar mit den Römern aufnehmen würden, nur vor den Sueben weichen müssen, weil bei den Sueben die Kriegsverfassung strenger war, das Zeichen davon ist die Sitte, dass der Suebe, wenn er den ersten Feind erlegt hatte, über dessen Leichnam Haar und Bart abschneidet. Sie bauen ihre Häuser nicht aus Steinen, sondern aus Holzen, weil sie sehr dicke Wälder, also Überfluss an Holz haben, so fügen sie dieses zusammen, passen es in einander und machen sich Hütten.
Die Völkerschaften der Sippen
Zu den Sueven gehörige Stämme sind: Hermunduren, Semnonen, Nemeten, Vangionen, Triboker, Markomannen, Quaden, Haruden,Narisker, Chatten, Langobarden, Marsigner, Buren.
Ariovist und die Markomannen bis Marbod
Wir sollten Ariovist für Markomannen halten, weil unter seinen Truppen auch Markomannen gewesen waren, damit eine Kontinuität zwischen Ariovist und Marbod bestehe. Die Markomannen sind auch Sueven, aber berittene Sueben in der Wahrheit, weil ihr Name entstammt aus dem deutschen Hauptwort Mähre(ungarisch marha, ló). Diese Markomannen führt Ariovist mit Triboken, Vangionen,Nemeten und Haruden, vor Cäsar''s Ankunft nach Gallien, über den Rhein,von den Arvarnern und Sequanern zu Hilfe gegen die Häduer gerufen, so ist diese germanische Invasion die dritte, oder wenn man die Kimbern und Teutonen zuzählt die vierte, aber abgesehen von den Aduatukern war dieser germanische Einfall in Gallien ohne bleibenende Folgen. Die erste germanische Invasion war die belgische,vielleicht im dritten Jahrhundert vor Cristus, die nächste war die tungrische(Eburonen) um die Mitte des zweiten Jahrhunderts vor Christus. Ariovist hat die Häduer und ihre Bundesgennosen bei Magetobriga mit einer Hinhaltestrategie geschlagen, daraufhin hat er von ihnen Geiseln stellen lassen, was für die Häduer demütigend war, der römische Senat hat darauf ihn als König der Sueben und Freund des römischen Volkes ernannt, aber wir wissen nicht, ob er wirklich ein König der Sueben war oder nur ein garazdīz( garázda, aus dem Wort Rast) oder ob die Römer so Einfluss in die suebischen Angelegenheiten erreichen wollten,damit dass sie einen Lehnsmann, Vasallen als König, eher Scheinkönig für die Sueben, wie bei später bei den Markomannen und anderen germanischen Stämmen, einsetzen wollten. Dieser Ariovist hatte eine breite Völkerschaft aus 120 000 Häuptern, welche nach seiner Niederlage in Gallien angesiedelt bleiben, wie die Triboken, Nemeten, Vangionen, damit ward Elsass schon vor den Alemannen suebisch. Dieser Ariovist hatte zwei Frauen, eine war suebischer Herkunft, die zweite keltischer, die Schwester des Königs Voccio, beide sterben nach der Schlacht gegen Cäsar. Ariovist nach seiner Ankunft hatte ein Drittel des Landes der Sequanern weggenomen, war dabei noch ein Drittel zu enteignen,um für die herbeistömenden Massen Wohnsitze und Bauland zu bieten, als Cäsar auf der Bildfläche erschienen ist, von den Häduer flehentlich gebeten gegen Ariovist vorzugehen. Es kam zu einer Schlacht - weil Cäsar fürchtete, dass die neuen Abteilungen der Sueben über den Rhein kommen würden, schon lagerten Sueben unter Celtikus nahe dem Rheine - ,wo die Sueben eine Niederlage erlitten hatten, dabei floh Ariovist auf einem Kahn über den Rhein und nach paar Jahren war er tot.
Marbod und die Markomannen
Wir wissen nicht viel über das Schicksal der Markomannen vom Tode Ariovist's bis Erhebung Marbod's zum König, so um 50 Jahre liegen im Dunkel, auch wissen wir nicht, ob Drusus' Feldzüge die Markomannen berührt hat oder nicht, aber ist wahrschanlich, doch schon, weil aus den Quellen hervorgeht, dass der junge Marbod als Geisel in Rom oder im Feld unter römischem Kriegsdienst, wie Armenius und Flavus, in Gefangenschaft gehalten wurde, aber weil er Geisel war, so könnte er königliches Blut in sich haben, obwohl die Quellen ihn als Privatmann bezeichnen, so könnte er garazdīz sein. Nach den Feldzügen des Drusus's und Tiberius's und nachdem er in die Heimat zurückgekommen war, versetzte er sein Volk nach Bohemum in die Mitte des erkynischen Waldes, um eine Einöde, nach suebischer Sitte, zwischen seinem Volk und den Römern zu errichten, damit sein Volk weit von den Römern in Sicherheit gedeihen könne, es war auch darum wichtig, dass damit die Römer keine Sueben in die Knechtschaft verschleppen konnten, weil wir wissen, dass unter Augustus die nicht suebischen Sugambern in Gallien angesiedelt wurden, aber auch Reste blieben von ihnen auch jenseitst des Rheines unter Melo. Aus mehreren Quellen haben wir eine Zahl, dass 40 000 Germanen weggeschleppt worden, wir wissen nicht, dass diese 40 000 die Sugamber waren oder Sueben, als Kriegsgefangene. Wenn wir hier sind, so müssen wir von dem erkynischen Wald reden, dessen Bedeutung hoch, erhaben ist, weil das Wort aus der indogermanischen Wurzel er-ár entstammt, so könnte das Wort auch ungarisch sein, wie der Flussname Árva, bedeutet schnell,rasch, aus dieser Wurzel stammt auch das ungarische Wort erdő(eredva). Die Römer schreiben zwar herkynisch, aber es ist falsch, weil bei den Römern ein h vor dem Wort gerät. Dieser Wald erstreckt sich von den Helvetiern in Gallien bis zu den Dacern in Dacie. In Böhmen angekommen unterwarf er Zumer,Butonen,Mugilonen, Sibiner, wahrscheinlich Reste der Boiier, damit keltische Völker, nicht wie einige meinen slawische, auch wurden zu seinem Bundesgenossen die Cotiner, ein keltisches Volk und errichtete seine Wehr(véru) und Burg Bojehemum( Bayerheim), aber ich denke ist es falsch, weil eben der Name des Landes, das die Markomannen bewohnt haben, Bayerheim war, seine Wehr könnte eher heissen Ermuntor. Die Ermundoren oder Hermundoren sind auch ein suebisches Volk, aber nicht abgesondert von den Markomannen, sondern selbst Markomannen. Ihr Name bedeutet grossen Hof, ungarisch umgeschrieben ármány udvar, der erste Teil des Namens besteht aus dem Beiwort erman aus der indogermanischen Wurzel er-ár, bedeutet gross, wie die Flut, der zweite Teil besteht aus dem Tor, was hier Hof bedeutet oder Wehr, so könnte aus dem Wort Ermundur gesehen auch das ungarische Wort udvar germanischen Ursprungs sein. So könnte es richtiger sein: in Bayereheim errichtet er Ermundur. Aus Bojehemum aus vereinigt er die suebischen Stämme, die Semnonen, Hermunduren, Langobarden, diese Völkerschaften werden ihm untertan, damit entsteht das suebische Reich, auch gegen die nicht suebischen Lygier geht er vor, in Schlachten unterwirft er sie, dann verfügt er über 70 000 Fussgänger und 4000 Berittene. Dieses Reich will dann Tiberius vernichten, er tüftelt eine Umgarnungsstrategie aus, ist im Begriffe das Reich Marbod's von zwei Seiten anzugreifen, als die Kriegstrompten in Pannonien ertönen,die den Aufstand in Pannonien verkünden, so wurden Tiberius's Absichten durchkreuzt, seine Pläne in die Tat umzusetzen, sonst würde er Marbod's Reich, wie er ahnte, vernichtet haben. Nach der Varusschlacht übersendet Arminius dem Marbod den Kopf des Varus's, der ihn zu Augustus weiterschickt, so lehnt er das Angebot des Bündisses mit Arminius ab, das hatte aber vernichtende Folgen, so ward der Samen der Zwietracht zwischen Armin und Marbod ausgestreut weil so die zwei grössen germanischen Mächte sich ins Haar gerieten. Die Langobarden und Semnonen schlossen sich an Armin an, so wurden sie Verräter an der gemeinsamen suebischen Sache, aber Inguimer, Oheim des Arminius's, tritt zu Marbod über. Es kam zu einer Schlacht zwischen Armin und Marbod, dabei erlitt Marbod eine Niederlage, verlor seine Macht, und flüchtete sich in das Reich der Römer, wo er später starb, weil seine Macht so sehr geschwächt wurde, dass im Jahr 18 Catwalda ihn überrümpelt und seiner Macht beraubt, aber Catwalda's Glück war nicht standhaft. Dieser Catwalda war aller Wahrscheinlichkeit nach ein Kelte, ein Cotiner, weil sein Name keltisch ist, germanisch wäre sein Name Haderwalter aus der indogermanischen Wurzel kat, welche Wurzel sich in den germanischen Sprachen zu hadu(ungarisch had) wandelt,ungarisch umgeschrieben wäre der Name hadvajda, so flüchtet er nach Erhebung Marbod's nicht zu den Goten, sondern zu den keltischen Cotinen. Ein Jahr später, im Jahr 19 unterkriegen die Hermunduren, welche wie gesagt auch Markomannen waren, unter Vibilius Catwalda und auch Catwalda entrann in das römische Reich.
Suebische Stämme von Marbod bis zu den und in den markomannischen Kriegen.
Chatten
Ich möchte auch die Chatten für Sueben halten, weil als Cäsar das zweitemal über den Rhein gegangen war, so schrieb er, zogen sich die Sueben bis zu den Grenzen der Cherusker zurück, wo die Cherusker und die Sueben der erkinische Wald scheidet. Die Cherusker lebten über den Chatten, so können die Chatten nur suebisch sein. Aber das Problem damit wäre, dass auch der fränkische Bund damit suebischen Ursprungs wäre, weil wir von Tacitus wissen, dass die Bataver chattisch sind, die chattisch aber suebisch, so wissen wir auch, von Zosimus, dass die salischen Franken Bataver sind, welche aus ihrer Heimat die Sachsen, oder die Chamaver weggejagt hatten. Von den Chatten wissen wir das Meiste von Tacitus, so, dass ihre Stärke in dem Fussvolk liegt. Im Jahr 14, vor dem Sturz Marbod's, während des Straffeldzuges Germanicus's überfällt Germanicus die Chatten, verbrennt ihr Hauptort Mattiacum, in dem darauf folgendem Jahr bekriegt er nochmals die Chatten, damals war der Haupt der Chatten Arpus. Wir wissen in dieser Zeit über noch einen Stammesfürst, namens Actumer, Schwiegervater des Flavus's. Im Jahr 16 unternimmt Germanicus noch einen Feldzug gegen die Chatten, dann hören wir 50 Jahre lang nicht mehr über die Chatten, sie tauchen wieder während des Civilis's, des Batavers, Aufstandes auf, indem sie Mogantiacum belagern, im Jahre 69, oder besser zu sagen, sie kommen für eine schmale Notiz auf, dass um das Jahr 40 Sulpicus Galba die Chatten besiegt. Die nächste Notiz ist um das Jahr 85 datiert, als Domitian die Chatten unterkriegt, um dieselbe Zeit vertrieben die Chatten Chariomerus, den König der Cherusker, dann hören wir über die Chatten 100 Jahre lang nichts mehr, als sie um das Jahr 170 während des Markommanenkrieges in die Provinz Germanien und Rätien einfielen.Die letzte Notiz über sie stammt von Gregor von Tours, als der Franke Arbogast und auch römischer Feldherr um das Ende des vierten Jahrhunderts einen Feldzug gegen sie gestartet hat, danach verschwindet ihr Name aus der Geschichte, tauchte dann in dem Jahr 774 nach der Chronik von Fredegar wieder auf, als die Sachsen in Hessen eingebrochen waren.
Langobarden
Wir wissen nicht vieles zwischen der Zeit, als sie auf den beiden Ufern der Elbe angesiedelt gewesen waren, und der Zeit der Völkerwanderung, aber wir müssen sie als Sueben betrachten, weil Strabo sie für Sueben hält. Als Drusus und Tiberius in Germanien eingedrungen waren, entrannen die Langobarden auf die gegeüberliegende Ufer der Elbe, weil sie eine Schlappe gegen die Römer erlitten hatten, später setzten sie den Italicus, den Sohn von Flavus, der Bruder des Arminus's, wieder auf seinen Thron, dann brechen sie um das Jahr 166 in das römische Reich ein. Wir wissen nur so vieles über die Langobarden, bis Paulus Diaconus ihre ruhmreichen Taten abschreibt.
Hermunduren
Die Etymologie ihres Namens haben wir schon durchgesprochen, so waren die Ermunduren die Menschen von der grossen Burg, vom grossen Hof, deren Wohnsitze an der Quelle der Elbe angefangen bis zu der Donau hin erstreckten, da an der Donau hielten sie regen Handelsverkehr mit den Römern auf, ihnen war erlaubt, auf die jenseitigen Ufern zu gehen und die römischen Märkte zu besuchen. Wie wir schon erwähnt haben, so standen sie unter Marbod und in der Wirklichkeit waren sie auch Markomannen, aber von ihrer Geschichte ist wenig bekannt. Ihr König, Vibillius, im Jahr 19 stürzte Catwalda, sie haben an dem markommanischen Krieg teilgenommen, aber frühere und spätere Geschichte ist unbekannt, einige meinen, weil sie näher dem römischen Wall waren, so stürzten sie die römische Macht in dem Zehntland und eroberten es, so sollten wir die Geschichte der Alamannen als eine Fortsetzung der Geschichte der Ermunduren auffassen.
Semnonen
Diese Semnonen haben soviele Gauen wie die Sueben, nämlich 100, nach dieser Übereinstimmung könnten diese Semnonen die Sueben sein, die in den Quellen nur als Sueben hervorkommen, aber es ist ungewiss. Sie besitzen heilige Haine,und sie meinen, dass der Ursprung der Sueben dort sei, darum heilig, dort treffen sich Abgeordnete von Völkerschaften, um zu opfern. Ihr König und ihr Weib, Mafnos und Ganna, waren Gäste bei Domitian. Ist ungewiss, ob die von den Römern geschlagenen Logionen um 278 Semnonen waren oder nicht, der Name ihres Königs Semnon spricht dafür, aber könnten auch Alamannen oder sogar Markomannen sein.
Markomannen und Quaden
Wir wissen nicht viel über die Markomannen nach der Zerstörung des Reiches Marbods bis zu den markomannischen Kriegen, nur soviel, dass ihre Könige sie aus dem Geschlecht Marbod's bekommen, wie die Quaden des Tudrus. Um 85 besiegten die verbündeten Markomannen und Quaden Domitian.
Quaden
Es scheint, als ob die Quaden ab der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts die Hauprolle gegenüber den Markomannen übernommen hätten, weil die Quellen sich eher mit den Quaden beschäftigen, die Markomannen werden auf den zweiten Platz zurückgedrängt. In dem ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts war ihr König Vannius, der ein Klientelkönig gewesen war und von seinen Neffen Sido und Vangio mit Unterstützung des Ermundurenkönigs Vibillius gestürzt worden war. Dann hatten sie vermutlich ihre Könige aus dem Geschlecht des Tudrus genommen, wie Tacitus erwähnt. In der zweiten Hälfte berichten die Quellen über Sueven, aber wegen der Lage des Wohnsitzes der Quaden können diese Nachrichten Bezug nur auf die Quaden nehmen, so kämpfen diese Quaden, die in den Quellen nur Sueben sind, gegen Lygier in Mösien um das Jahr 80 und diese Quaden verbündeten sich mit den Jazygen. In den markomannischen Kriegen verbündeten sie sich mit den Markomannen, drangen in das römische Reich bis Aquieleia vor und zerstören auch Opitergium um das Jahr 170, dabei stiessen sie mit den Römern zusammen, und der regierende König der Quaden fand ihren Tod in dieser Schlacht. Danach entbrennt der markomannische Krieg, Marc Aurel fegt sie aus Pannonien raus, dabei verliert er nach den Quellen auch Schlachten gegen die Markomannen, dann steigt er über die Donau um auf heimischem Boden die Quaden und die Markomannen heimzusuchen. Von damals haben wir Nachrichten über zwei markomannischen und über zwei quadischen Könige erhalten, als der Krieg entbrannt war, war der König der Markommanen Ballomer, aber richtiger Balamir, wie der Hunne oder der Franke Gundovald, der von König Gunchtram als Balamir gespottet ward, der andere König, sicher, weil Balamir gestroben war, war Marcomer. Nach dem Tod des Quadenkönigs unter Aquieleia stieg Furtius auf den Quadenthron, aber er ist auch bald gestorben, nach ihm bestieg den Thron Ariogaiso, der mit Marc Aurel über Friedensverträge verhandelte. Am Anfange des Krieges bekriegte Marc Aurel die Markomannen und Viktofalen zusammen, dann folgten darauf die Quaden, über sie und über eine Schlacht mit ihnen besitzen wir eine Geschichte. Die Römer wurden auf quadischem Boden von Quaden umschlossen, die Römer vor der Dörre hatten nichst zu trinken, waren am Durst zu sterben, dann während einer Schlacht mit den Quaden fing es zu regnen an, sie schluchten das Regenwasser mit Blut. Den Ausgang dieser Schlacht(173) kennen wir nicht, nur sovieles, dass die Schlacht vermutlich auf quadischem Terrain hervorgegangen war. Auf diese Schlacht kamen die Freidensverträge und Friedensverhandlungen, woher die Markomannen ausgeschlossen wurden,dabei wurde eine Auflage für die Quaden gemacht, dass sie keinen Verkehr mit den Markomannen pflegen dürfen,die zweite Auflage war die Herausgabe der mitgeschleppten Gefangenen, deren Zahl zuerst 13 000 war, dann 50 000, dieser Umstand ist wichtig, weil, zwar die Gefangenen zurückgegeben worden, die Bewegung von Populationen sichtbar wird. Dies gefiell den Quaden nicht und rebellierten sie unter dem König Ariogaiso, daraufhin liess ihn Marc Aurel töten, um die Gemüter der Quaden abkühlen zu lassen. In den Gebieten der Markomannen und Quaden um 177 wurden vorgeschobene Posten und Läger errichtet, um wie einige Quellen berichten, diese Gegenden zu Provinzen zu wandeln, vermutlich tief ins Land, weil die Quaden zu ihren Brüdern, zu den Semnonen auszuwandern wünschten, aber diese Wanderung wurde von den vorgeschobenen Posten verhindert, darauf war der zweite markomannische Krieg ausgebrochen welcher von 178 bis 180 währte. Während des Markomannenkrieges siedelten sich um 3000 Narisker auf römischem Boden an.
Die Markomannen und Quaden in dem dritten und vierten Jahrhundert
Wie in dem vergangenen Jahrhundert wissen wir über die Markomannen nicht viel, mehr aber über die Quaden, so besteht dieses Verhältnis auch in den nächsten Jahrhunderten. Wir wissen nur über die Markomannen, dass sie die Vandelen oder umgekehrt die Vandalen die Markomannen bekriegt hatten, nur sovieles wissen wir, dass diese zwei Völkerschaften sich geschlagen hatten um das Jahr 210, und die Markomannen um das Jahr 254 in Pannonien eingebrochen waren, weil die Quellen stets über Sychten, Germanen oder Sueben sprechen, aber wenn ein barbarisches Volk in Pannonien oder Noricum oder Mösien einbricht, so sollten diese Markomannen oder Quaden sein. Ich meine, dass eine Notiz von Zosismus um das Jahr 260 könnte über die Markomannen oder Quaden Nachricht geben; ungewisse germanische Völkerschaften sind bis Rom vorgedrungen. Wenn wir dabei als Vorlage die markomannischen Kriege benutzen und Analogien stellen, nämlich, dass im Jahr 170 die Markomannen und Quaden bis Aquieleia gekommen waren, so könnten diese Germanen, die auf Streifzügen waren, Markomannen und Quaden sein. Eine andere Nachricht besagt, dass Germanen bis Ravenna vorgedrungen waren, vielleicht vor 260. Vielleicht sprechen die zwei unterschiedenen Quellen über denselben Streifzug: zuerst um 254 brechen Markomannen und Quaden in Pannonien und in Noricum ein, dann streifen sie weiter, bis Ravenna um das Jahr 257 und um 260 dringen sie bis Rom vor. Nach den Quellen Scythen brechen um das Jahr 271 in die Provinz Pannonien ein, aber wegen der Lage der Dinge können diese Scythen nur Markomannen oder Quaden sein, sie verlieren dann eine Schlacht gegen den Kaiser Aurelien, und werden über die Donau zurückgedrängt. Von den Quaden kennen wir nun einen einzigen Namen eines Königs im dritten Jahrhundert, namens Gabajomar, den Caracalla lässt meuchlerisch töten, um das Jahr 211. Das nächste Lebenszeichen, das die Quaden von sich geben, fällt in oder um das Jahr 355, also 100 Jahre später, nach der Notiz von Zosimus trifft Constantius Vorkehrungen gegen die Quaden, aber diese Notiz muss mit einer anderen Notiz ergänzt werden, mit der von Ammienus Marcellinus, nach der die Quaden Pannonia Valeria um das Jahr 355 verwüsteten und die Sueben in Rätien eingebrochen waren. Die zwei Notizen müssen wir mit einer anderen Geschichte von Ammianus Marcellinus zusammenfügen, so ist der Ablauf der Geschichte: Constantius hatte durch Kundschafter gehört, dass die Quaden unruhig zu werden anfiengen, daraufhin traf er Vorkehrungen, zum Beispiel verstärkte er die Truppen und Verschanzungen an der Donau, aber umsonst, half nicht, die Quaden brachen sowieso ein. Constantius hatte sich nicht verteidigt, wenigstens geht es aus den Quellen hervor, und war nich über die Donau gegangen, wie um das Jahr 359. Die Geschichte im Jahr 359 läuft ganz genau ab, wie die vorherige, weil wir mit dieser Geschichte die vorherige ergänzt haben; Constantius hatte gehört, dass die Quaden unruhig zu werden anfiengen, daraufhin ging er über die Donau, nach ein paar leichten Treffen boten die Quaden und Sarmaten Friedensvortäge an, die Constantius annahm, dann erschienen die Könige der Quaden und Sarmaten. Einerseits erschien Arahar, ein König von Quaden und Sarmatan, andererseits Vitrodor, der Sohn des Königs der Quaden, Viduar, die einen Frieden mit den Römern schlossen, aber einen nachteiligen, wie es wir aus dem nächsten Krawall ersehen werden, weil es scheint, dass die Römer sich vorgeschoben hatten, also auf quadischem Boden Läger und Posten zu bauen angefangen hätten, wie nach dem ersten markomannischen Krieg, daher brach ein Aufstand um das Jahr 373 aus, nachdem der König der Quaden, namens Gabinus, während er sich im römischen Lager aufhielt, bei einem Gastmahl, um sich wegen der vorgeschobenen Posten zu beklagen, meuchlerisch ermordet wurde. Ihnen schlossen sich die Sarmaten an, vernichteten die Legionen, aber endlich that ihnen Theodosius Einhalt. Im Jahr 375 war Valentian über die Donau und verwüstete die Länder der Quaden.
Die Alamannen
Um 211 oder 213 war zum Erstenmal der siegreiche Name der Alamannen ertönt, als Caracalla über den Rhein ging und am Main die Alamannen schlug, aber so, dass er sie zu Bundesgenossen und zu seinen Leibwächtern gemacht hatte, sogar fing er an, sein Haar so zu tragen, wie die Alemannen. Zwar schreiben einige Historiker, dass die Alamannen aus allerlei Volk entstammen, aber wir betrachten ihre Geschichte, als eine Geschichte der Fortsetzung der Ermunduren, die wahrscheinlich den römischen Wall durchbrochen und das Zehntland erobert hatten. Die Etymologie ihres Namens ist ungewiss, einige sagen, dass der Name sich von dem Wort Alle ableite, weil die Alamannen aus vielen Völkerschaften entsanden seien( aber hauptsächlich aus Sueben), aber wenn der Name Markomann nicht aus dem Wort Mark, sondern aus der Mähre entstanden ist, so könnte sich ihr Name aus der lateinischen Alae(deutsch die Ala) herleiten, oder wäre die dritte Möglichkeit, dass die Alamannen in der Wirklickeit Alamannen sind, so bedeutet al jenseits, so die jenseitigen Menschen, aber könnte sein, dass so sie die in der Mitte(megye) lebenden Menschen zwischen römischen Städten und Festungen in dem Zehntland sind. Nach 211 oder 213 tauchten sie unter Severus Alexander(222-235) wieder auf, als sie über den Rhein gegangen waren und die dort stehenden römischen Legionen geschlagen hatten dann fingen sie an, die gallischen Gebiete und Städte zu plündern und zu verswüsten. Zwar war Alexander über den Rhein gegangen, aber er musste den Frieden von den Alamannen mit Geld und Subsidie erkaufen. Maximinus Thrax hatte um das Jahr 236 die in den Quellen nur als Germanen Genannten jenseits des Rheines angegriffen, die wahrscheinlich Allemannen waren. Unter Gallienus(253-268) verwüsteten die Alamannen Gallien, vielleicht mit diesem Ereignis kann man die Geschichte aus einer anderen Quelle verbinden, namens von Gregor von Tours, als der Alamannenkönig Chrokus Gallien durchzog und verwüstete, sogar bis Arverne gedrungen war, bis dahin streifte er, aber wurde in Arles ergriffen und endete durch das Schwert, aber berichtet Zosimus, dass Gallienus um die Jähre 255 mit Germanen, nach 260 mit Alamannen hatte es zu tun. Aurelius Victor berichtet dass um das Jahr 268 ein alamannisches Heer von angeblich 100.000 Kriegern die Grenze durchbrach und tief in römisches Gebiet einbrach, daraufhin schlug sie Claudicus Gothicus. Um das Jahr 271 datieren einige den Einfall der Juthungen in das römische Jahr, aber wir haben schon diesen Einbruch unter die Markomannen eingestuft, aber es könnte sein, dass noch ein Einbruch seitens der Juthungen stattgefunden hatte, oder die Juthungen sind Markomannen oder Quaden, aber Zosimus erwähnt eine Schlacht um das Jahr 271 gegen die Alamannen. Unter Probus's Regierung(276-282), während die Alamannen den römischen Wall durchbrechen, streifen und plündern sie Gallien, nach einer kurzen Notiz wurde aber Gallien von ihnen gesaubert. In dem Jahr 298 verlieren die Alamannen eine Schlacht bei Langres gegen Constantin. Ab der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts haben wir mehr Nachrichten über die Alamannen, unsere Quelle ist Ammienus Marcellinus,der als Quelle mit Cäsar oder Tacitus gleichkommt,so können wir die Alamannen besser kennen lernen. Im Jahr 352 hatte Chnodomar den Usurpator Decius besiegt, darauf begann er Gallien zu plündern, zu verwüsten, und mit seinen Raubhorden zu durchwandern, weil kein Hinderniss sich in seinen Weg gestellt hatte, dabei zerstörte er Agrippina(Köln), nahm Augustudunum, Argentoratum, Taberna, Saliso, Mogantiacum ein,schweifte tief ins Gallien, bis in dem Jahr 356 Julian aufgetaucht ist, konnte er sein Unwesen treiben, aber vorher musste Constantinus einen Feldzug gegen den Breisgau unternehmen, welchen zuerst die Notitia Dignitatum in dem Jahr 395 erwähnt, aber nur mit Hilfe der Schilderung von Ammian Marcellinus können wir ihn besser lokalisieren und mit Königen verbinden, welche damals Vadomar und Gundomar waren,Brüder, gegen diese Contantius eine Schlacht bei Rauracum, welche Stadt gegenüber dem Breisgau liegt, gefochten hatte, dann ging er über den Rhein und schloss Frieden und Bündnis mit Vadomar. Im Jahr 355 erhoben sich auch die Lentienser aus dem Linzgau, überfielen die römischen Grenzprovinzen, Rätien, auf die Nachricht darauf mobilisierten sich auch die Römer, es kam zur einen Schlacht, welche die Römer unter Arbatio verloren, dann kam es zu einer zweiten Schlacht, wo die Römer das Feld als Sieger verliessen. Der römischer Staathalter,Silvanus, der Franke ist den alamannischen Plünderungen gegenüber ratlos, auch schlägt er Schlacht gegen die Alamannen, aber der Erfolg war unentschieden, dann musste er sich wegen der Ränken auf dem kaiserlichen Hofe zum Kaiser aufwerfen, dies war für die Verteidigung gegen die Alamannen unerspriesslich. Im Jahr 356 tauchte also Julian auf, dessen Vordringen auf gallischem Boden die Alamannen mit ihren auf Streifzüge herausschwärmenden Räuberbanden aufzuhalten versuchten, so kam es während des Zuges Julians zu mehreren kleineren Schlachten; in Auxerre, Decampagi, als die kleinen Plänkerein unentschieden warden, versuchten die Alamannen das Winterlager von Julian zu bestürmen, aber erfolglos, dann griffen die Läter, ein alamannischer Stamm, Lugdunum an. Für den nächsten Feldzug gedachte Julian alles vorzubereiten, um die Alamannen aus Gallien herauszuschieben und hrauszufegen und begann seine Offensive gegen die Alamannen, während er sie aus zwei Seiten zusammenzuklemmen versuchte, dabei kam es zu Inselschlachten auf dem Rhein, aber der Erfolg blieb aus, weil die Alamannen Barbatio zur Flucht getrieben hatten, so war genug Platz, damit im Jahr 357 Chnodomar und sein Heer über den Rhein setzen konnten, und ihren Angriff begannen, dabei entstand ein Aufruhr in dem Breisgau und Gundomar getötet wurde, weil er das Bündnis mit den Römern bewahren aber sein Volk an der Schlacht teilnehmen wollte, so erschienen bei der Stadt Argentoratum die alamannischen Könige; Cnonodomar, Verstralp,Urius, Ursicinua, Suomar, Hortar, Serastis mit ihrem Heer unter der Befehlsgewalt Chnodomar und Agenarich, wo es zu einer Schlacht kam, welche die Alamannen verloren, nach Ammienus Marcellinus starben um 6000 Alamannen. Nach der Schlacht sahen sich die Alamannen von einem römischen Angriff gefährdet und Julian rückt über den Rhein bei Mogantiacum,gegenüber dem Rheingau, ins alamannische Gebiet ein, um die Frucht des Sieges zu ernten, in das Land des Suomars und Hortars, einige Alamannen werden über den Main fortgejagt, aber ein Frieden für 10 Monate geschlossen.Auch im Jahr 358 geht er über den Rhein in das Gebiet des Hortarts. In dem nächsten Jahr 359 ging Julian bei Mogantiacium wieder über den Rhein in den Rheingau, den Gau des Hortars und Suomars, aber jetzt rückt weiter, fing an, die Gaue von Macrian und Hariobaud zu verwüsten und zu plündern. Julians letzter Unternehmung gegen die Alamannen war im Jahr 361, nachdem Vadomar vom Breisgau den römischen Feldherr Libito, anscheinend auf Befehl von Contantius, geschlagen hatte, daraufhin bekriegte Julian Vadomar jenseits des Rheins und nimmt ihn gefangen, dessen Name bei Zosimus falsch geschrieben ist, nämlich Badomar. Bis Julian lebte, wurden die Alamannen von seinem Ruhm in Schranken gehalten und benahmen sich ruhig, dann plötzlich erschall im Jahr 366 der alamannsiche Kriegsgeschrei und fangen die Alamannen an Gallien zu plündern und zu durchstreifen, bis der berühmte Franke Charietto gegen sie mit Herulern und Batavern gerückt war, aber er verlor die Schlacht und sein Leben, dennoch konnten die Alamannen endlich zum Halt gemacht werden und auch sie erlitten eine Niederlage, wahrscheinlich könnten diese Alamannen Breisgauer sein, so unter Vadomar und seinem Sohn Viticab stehen, weil später wurde Viticab von den Römern meuchlerisch getötet, dann setzt Valentinian über den Rhein( dabei wurde die berühmte Bissula gefangen genommen), um wahrscheinlich den Breisgau zu behelligen, aber um diese Zeit im Jahr 370 schlich Rando über den Rhein, wahscheinlich aus dem Rheingau, um Mogantiacum zu plündern.Um diese Zeit beunruhigt auch Macrian, der Gaukönig von den Bucinobanten, wahrscheinlich um die Gegend von Wetereiba(ein Gau) die gallischen Gegenden, darum wollte Kaiser Valentinian mit den Burgunden gegen ihn vorgehen, die Alamannen und Macrian von zwei Seiten zu umklammern, die Burgunden hatten auch ihren Dienst getan, nur Velantinians Unterstützung blieb aus, so verpuffte der burgundische Angriff, aber später versöhnte sich Valentinian mit Macrian und that ihn zu seinem Feldherr, dann starb Macrian gegen den Franken Mellobaudes, weil Macrian zu tief in das fränkische Gebiet streifte.Während der Orient im Jahr 378 von den Goten in Schrecken gesetzt wurde, erhoben sich wieder die Lentinenser und brachen in Rätien ein, aber sie wurden zurückgeschlagen, dann sammelten sie mehr Leute, an der Zahl um 40 000 Männer, aber der König der Franken und römischer Feldherr Mallobaudes hatte sie aufgehalten, so errung er einen Sieg über die Alamannen und ihren König Priarius. Während des Feldzuges Valentinians nach dem Orient, um Valens gegen die Goten Hilfe zu leisten,war er bei dem Bodensee abgebogen, um über die Alamannen herzufallen, die auf ihre befestigten Wehre zurückzogen, dort wurden sie belagert, nach einigen kleineren Plänkeleien ein Frieden vereinbart, wobei sie ihre junge Mannschaft für römischen Dienst anboten, und tatsächlich war, wie Ammienus Marcelinus erwähnt, bei den Römern eine alamanische Legion, so waren Agilo und Scudilo hochrangige Feldherren, aber der Regel nach waren die Franken die Verbündeten der Römer, die Alamannen die Angreifer.
Der Zusammensturz der römischen Verteidigung Noricums
Wir wissen von Paulinus von Mailand, dass Bischof Ambrosius versucht Fritigil, Königin der Markomannen, zu überzeugen, dass sie ihren Mann überrede, mit den Römern Frieden zu schliessen. Der Vertrag wurde abgeschlossen, und die Markomannen wurden zu Verbündeten der Römer, dafür im Gegensatz am Ende des dritten Jahrhunderts bekamen sie den Wiener Becken, dort dürften sie sich ansiedeln, damit war der Weg zu dem späteren Bayern geebnet. Wir wissen nicht, ob von den Klientelstaaten von Marbod oder Vannius in Pannonien etwas geblieben war, wenn schon, so war dies die dritte Ansiedlung von Markomannen in Pannonien. Seit 450 fing die Verteidigung Noricums zu bröckeln an und viele Völkerschaften tummeln sich da, die Provinz verwüstend und plündernd zu durchwandern, worüber wir näheres von Eugipp wissen, indem er das Leben des heiligen Serverins schildert, dessen Werk eine herüberragende Quelle über die Völkervanderung in Noricum ist, aber besser wäre, wenn es mehr um die Germanen handelte, als um das Christentum. In dem Werk über das Leben des heiligen Severins können wir sehen, wie die äussere Verteidung von Noricum zerfällt, dann wird das innere Land geplündert, was man ohne die christliche Zutat so begreifen könnte, als ob Severin stets auf der Flucht vor den Barbaren wäre, so könnte ein hervorragendes strategisches Spiel daraus gemacht werden. Was wir über den Zerfall Noricums in dem Zeitraum von 470 bis 488 wissen ist folgendes: am Anfang der Geschichte ward nach dem Weggang Severins aus der Stadt die Grenzstadt Austurius eingenommen, aber wir wissen nicht, um welche Barbaren es handelt, es könnten Rugier oder Markomannen gewesen sein, weil später die Grenzstadt Favianus rugisch wurde, aber Markomannen haben sich um Vindabona und Carnuntum angesiedelt, weil aber Severin mit den Rugiern in guten Verhältnissen zu sein schien, so sagen wir, dass dies ein Vormarsch der Markomannen gewesen sei. Nach dem Fall von Austurius war Severin nach Camagenis gegangen, wo auch Barbaren lebten, dort eine barbarische Besatzung war, aber wir wissen nicht, ob es wirlich barbarisch war oder nicht, wenn schon, so ist die Frage, was für welche Barbaren haben diese Stadt erobert, die, nachdem ein Erdbeben die Stadt erbeben gelassen hatte, ob des Ungewöhnlichen erschracken und gegenseitig sich töteten. Dann ging Severin nach Favianus, wo auch Barbaren erschienen und das Weichbild der Stadt plünderten, welche Barbaren nur Rugier gewesen sein könnten, da später Giso, des Rugierkönigs, namens Feva, Weib auf der gegenüberliegenden Ufer der Donau bei Favianus auftauchte und Römer als Leibeigene fortzuschleppen dachte, was zwar später Severin zu verhindern versuchte, und es gelang auch ihm; die Fortgeschleppten wurden zurückgegeben, aber es ist ein wichtiger Umstand, weil wir so die Bewegung der Populationen ersehen können. Auch Scamerer auftauchten, welcher Name germanisch Räuber bedeuet, und schleppten Menschen fort. Wegen der für Dienst als Leibeigene Weggeschleppten besitzt Österreich und Bayer eine weibliche Population mit schwarzen Augen, ähnlich wie in Köln, so schadet sich nur Giso, ihr genetisches Material weniger kann sie nur weitergeben. Dann begannen verschiede Völker in Noricum sich tummeln, so zum Beispiel; die Goten erobern Tiburnia, die Hauptstadt von Noricum, dann ein wichtiger Umstand, dass die Alamannen unter König Gibuld beunruhigen das Standlager Batavis( wo wahrscheinlich Bataver stationiert waren). Dieser Name ist wichtig, weil wir in dem fünften Jahrhundert über die Alamannen nur weniges kennen, wahrscheinlich war König Gibuld kein Gaukönig mehr, sondern König der allen Alamannen.Nach Gibuld's Streifzügen erschienen auch die Heruler und zerstörten Ioviacum, dann griffen wieder die Alamannen an und bedrohten die Stadt Quintanis, deren Anwohner sich zum Auswandern nach Batavis schickten, aber inzwischen kam es zum Zusammenstoss zwischen den Alamannen und den Anwohnern. Auch die Sueben, wahrscheinlich Quaden unter dem König Hunimund erschienen auf dem Feld und zerstörten Batavis. Dann müssen sich auch die Flüchtigen aus Quintanis und die Einwohner aus Batavis nach Lauriacum begeben, dorthin flüchten, welche aber nicht entronnen waren, die von den hereinbrechenden Thüringen niedergeschlachtet wurden. Darauf schwärmten unbestimmte Germanen um Lauriacum und bedachten es zu belagern und zu erobern, was schief ging, aber am Ende versuchte König Feva die Belagerung aufzuheben, und die Population nach Favianus umzusiedeln, welches Gebiet sein war. Odoacker fieng mit Feva einen Krieg an, den Feva verlor und Odoacker schleppt Feva und Gisa nach Italian. Nachdem der Rugerkönig weggeschleppt gewesen war, stieg sein Sohn, Friedrich auf den Thron, den Odoacker wieder durch seinen Bruder Onoulf bekriegt hat, der Friedrich unterkriegt. Friederich floh zu Theoderich, dem König der Ostgoten, dann räumt Odoacker Noricum und siedelt die Römer nach Italien um. Was diese zwei Begebenheiten betrifft, so bleibt zwei Frage: ob Friedrich mit Volk und Heer zu Theoderich geflohen war oder nicht, so hätten die Rugier Theil an der Etnogenese der Bayer? Aber es ist zweifelhaft, weil Odoacker einen Teil der Rugier mit Feva ung Giso nach Italien mit sich genommen hatte, dann rückten die Langobarden nach der Flucht Friederich's in das Gebiet der Rugier ein. Wegen der schwarzäugigen Weiber in der Population in Bayer und Östereich hätten auch die Römer Teil an der Ethnogenese der Bayer? Wahrscheinlich schon, aber nur als weggeschleppte Leibeigene, deren Nachkommen nur in der weiblichen Linie überlebt haben.
Währenddessen in Hispanien
Im Jahr 406 durchbrachen die Vandalen, Sueben und Alanen den römischen Limes und setzten über den Rhein, dann im Jahr 409 gehen sie über die Pyrenäen nach Hispanien. Es ist sehr wichtig über die hispanischen Sueben zu reden, weil, wie wir oben ihre Art beschrieben hatten, die Sueben ihre Eigenart und Gepflogenheiten so wie ihr Blut nach Hispanien brachten, um zur Ethnogenese der Portugalen beizutragen. Unter Gefahren gefährdeten sie sich um ihr Ziel zu erreichen, in Hispanien sich niederzulassen, so ist es sehr wichtig ihre Fährnisse kennen zu lernen, durch welche sie in unbekannten Gegenden fuhren. Auch in Hispanien wie in Noricum tummelten sich die germanischen Völkerschaften, und auch diese Ereignisse dort ähneln ein wenig einem strategischem Spiel vermengt mit Monopoly.Ob um welche Sueben handelt es hier? Ich meine, dass diese Sueben die alten Semnonen sind, die von der Elbe südlich weggewandert waren, um sich im Jahr 406 über den Rhein zu setzen, so ist die Geschichte der hispanischen Sueben eine Fortsetzung der Semnonen. Auf dieser Strecke unseres Weges sind unsere Wegweiser, Gewährsmänner und Quellen, Hydatius, Jordanes und Isidor, zwar hat der Letztere den Hydatius abgekupfert.Im Jahr 411 waren die Barbaren willens, Frieden zu schliessen und die Ländereien wurden unter ihnen verlost, um sich niederzulassen; die Vandalen erlosten Gallicien, die Sueben denjenigen Teil von Gallicien, der an der westlichen Ufer des Ozeans liegt, die silingischen Vandalen Baeticien. Die Plagen überlebenden Hispanen in den Städten und Festungen unterwarfen sich der Macht der über die Ländereien herrschenden Barbaren. Es scheint, dass die Sueben einen Friedensvertrag mit den Römern und Gallaeciern geschlossen hätten, weil sie sich danach 20 Jahre lang, wie es aus den Quellen ersichtig ist, ruhig benommen hatten, das heisst, dass sie keine Kriege geführt hatten, ausgenommen bis dem Jahr 419, nachdem Animositäten und Streitigkeiten unter dem König der Vandelen und dem König der Sueben Hermeric ausgebrochen waren, umschlossen die Vandalen die Sueben in den erbasischen Gebirgen, aber im Jahr 420 unterliessen die Vandelen unter dem Druck des hispanischen Comes die Umschliessung der Sueben, nachdem im Jahr 418 die Goten den über die Vandeln und Sueben herrschenden Alanen solchen Verlust herbeigeführt hatten, dass die manchen Überlebenden sich nach dem Tod ihres Königs, Addax, unter den Schutz des Vandelenkönigs Gunderich gestellt haben.Die Goten unter Wallia schliessen um das Jahr 415 ein Bündnis mit den Römern, namens mit dem Comes Constantinus, der sie nach Hispanien geschickt hatte,Constantinus rief die Goten nach Gallien zurück, so wurde ihr Feldzug unterbrochen und ihnen wurde Aquitanien von Tolosa bis dem Ozean hin zur Niederlassung verliehen. Im Mai des Jahres 429 verliess der König Gaiserich mit all seinen Vandelen samt ihren Familien Hispanien und ist von dem Ufergebiet von Beaticien nach Mauritenien und Africa übergesetzt. Noch vor der Hinüberfahrt wurde er gewarnt, dass der suebische Heremigarius auf seinem Weg die nachbarlichen Gebiete plünderte, so kehrte er mit einigen Männern um und folgte ihm nach Lusitanien. Nicht weit von Emerita, welche Stadt Heremigarius(ein Feldherr oder garazdiz von Hermeric) verachtete und so verletzte er die Märtyrerin der Stadt, Saint Eulelia,haute Gaiserich die suebischen Krieger nieder. Hermigarius dachte, er könnte entrennen, wenn er schneller als der Wind flieht, aber von der Hand Gottes gelenkt warf er sich in den Fluss Annas und ertrank. Nicht lange nach seinem Tod schiffte Gaiserich zu seinem urspünglichen Ziel. Im Jahr 430 raubten die Sueben unter dem König Hermeric die mittleren Gebiete Gallaeciens aus. Nachdem ein Teil der Männer der sicheren Festungen niedergehauen und ein anderer Teil gefangen weggeschleppt worden war, wurde der verletzte Frieden mit der Zurückgebung der gefangen Familien wiederhergestellt. Aus der zwei Jahreszahlen können wir sehen, dass die Sueben sich 20 Jahre lang ruhig gehalten hatten und sowohl mit den kaiserlichen Römern als auch mit den Galliaciern Frieden herrschte, aber nachdem die Vandalen nach Africa übergesetzt waren, begannen sie mit ihrer Expansion.Im Jahre 431 wie Gelegegenheit sich öffnete, verletzten die Sueben wieder den mit den Gallaeciern geschlossenen Frieden. Wegen ihres Plünderns übernahm der Bischopf Hydatius eine Gesandschaft zu dem Befehlshaber Aëtius, der auf einem Feldzug in Gallien war. Im Jahre 432 schickte Aëtius den Comes Censorius als Gesandter zu den Sueben, der mit dem oben erwähnten Hydatius zurückkehrte. Im Jahre 433 kehrte Censorius in den Palast zurück. Hermeric nahm Geiseln, und verstärkte vermittelst der Vermittlung des Bischopfs den Frieden mit den Gallaeciern, die er stets plünderte. Hermeric schickte Symphosius als Gesandte in den Hof, aber seine Anregung vereitelte sich und blieb ohne Ergebnisse. Im Jahr 439 schlossen die Sueben Frieden mit einem Teil der Gallaeciern, die früher in dem Krieg mit ihnen gestanden hatten. Im Jahre 438 wurde der König Hermerich krank, übergab seinem Sohn,Rechila, die Macht, der mit seinem Heer Andovetus, Feldherr des römischen Reiches, in einer offenen Schlacht an dem baeticischen Fluss unterkriegte und eine grosse Menge Gold und Silber erbeutete. Mit dieser Niederlage der Truppen des römischen Reiches begann Rechila mit der Erweiterung seines Reiches, und im Jahre 439 eroberte Emerita. Im Jahre 441 starb der König der Sueben, Hermeric nach vier Jahren wegen der langen Kränkelei. Im Jahr 442 hatte der König Rechila Hispalis eingenommen, danach stellte er die Gebiete von Baetica und Carthaginiensis unter seine Herrschaft. Im Jahre 446 griff Vitus,der als magister utriusque militiae ernannt und nach Hispanien geschickt wurde, auf Unterstützung bedeutender militarischen Truppen vertrauend die Völkerschaften von Carthaginiensis und Baetica an. Als aber die Sueben mit ihrem König sich näherten und die bei der Plünderung behilflichen Goten in einer Schlacht besiegt hatten, erschrak Vitus und flieh mit Schmach. Danach plünderten und verwüsteten die Sueben diese Gebiete. Im August des Jahres 448 starb Rechila, der heidnische König der Sueben, in der Stadt Emerita, dann erbte der katolischer Rechiarius den Thron der Sueben. Er hatte einige Rivalen aus seiner eigenen Familie,dennoch stellte er sie nicht bloss, sondern er ergriff gleich die Macht, um in den entlegenesten Gegenden in Gallaecien einbrechen zu können. Im Jahre 449 hatte Rechiarius die Regierung damit angefangen, dass er die Tochter des Königs Theoderichs zum Weib nahm und im Februar plünderte er Vasconie aus. Im Julius reiste Rechiarius zu seinem Schwiegervater, Theoderich, während der Heimkehr aber plünderte er mit Basilius die Umgegend von Caesaraugusta, mit Gewalt und List haben sie in die Stadt Illerda eingebrochen, wo sie viele Gefangene weggeschleppt haben. Im Jahre 453 wurden der Comes von Hispanien Mansuetus und Fronto, der auch Comes war, als Gesandte des Friedens zu den Sueben gesendet, um die Freidensauflagen zu bekräftigen. Im Jahre 455 plünderten die Sueben die Gebiete von Carthaginiensis, die sie früher den Römern zurückgegeben hatten. Im Jahre 456 schickte Avitus als Abgesandter den Comes Fronto zu den Sueben, auch Theoderich, der König der Goten, schickte seine Treue zu dem Reich ausdrückend auf gleiche Weise Abgesandte zu ihnen, um für sich selbst und für das römische Reich den Frieden aufrechtzuerhalten, auf den die beiden Schwur geleistet und dessen Auflagen eingehalten hatten. Aber die Sueben lehnten die Abgeordneten von beiden Seiten ab und verletzten ihren Schwur, danach brachen sie in die unter der römischen Herrschaft stehenden Region von Tarraconensis ein. Im Jahre 457 gingen die Gesandten der Goten wieder zu den Sueben, aber nach ihrer Ankunft brach Rechiarius mit grosser Truppe in die Provinz Tarraconensis ein und die Sueben plünderten es und eine grosse Menge von Gefangenen schleppten sie mit sich fort nach Gallaecien. Nach kurzer Zeit dieser Ereignisse, fährt Theoderich, der König der Goten, teils aus seinem eigenen Willen, teils im Auftrag von Avitus gegen Hispanien. Rechiaris lieferte am fünften Oktober mit seiner grossen Schar zwölf Meilen weit von der Stadt Asturica an dem Fluss Urbicus eine Schlacht. Nach kurzer Zeit des Beginnens der Schlacht wurden die Sueben überwunden, ihre Schar abgeschlachtet, einige gefangen genommen, aber die Meisten flohen. Auch Rechiarius wurde verletzt,und konnte kaum nach den entlegenesten Gegenden von Gallaecien sich retten. Am 28. Oktober eilte Theoderich nach Bracara, nach der entlegenesten Stadt von Galliacien. Die Plünderungen fanden zwar ohne Blutvergiessen statt, dennoch war es tragisch und greulhaft,ein erheblicher Teil der Völkerschaft wurde gefangen genommen, die Basilicen der Heiligen aufgebrochen, die Altaren umgeworfen und zerbrochen, die dem Gott geheiligten Jungfrauen weggerafft, aber nicht geschändet, die Geistlichkeit nackt ausgezogen, die ganze Völkerschaft ohne Ansehen auf das Geschlecht oder das Alter aus den heiligen Asylen weggeschleppt. Es gelang Rechiarius nach Portus Cale zu fliehen, dennoch wurde er gefangen genommen und man brachte ihn zum König Theoderich. Als man ihn unter Arrest stellen wollte, ergaben sich viele der Überlebenden der Schlacht, aber einige wurden getötet, so wurde das suebische Königtum ruiniert und ging unter.Im December nach der Ermordung Rechiarius's ging König Theoderich aus Gallaecien nach Lusitanien. Das Gebiet von Bracara wurde von Räubern geplündert.Die Sueben, die in den entlegenesten Gegenden von Gallaecien geblieben waren, wählten den Madras, Sohn Massilas zu ihrem König.Theoderich bereitete alles vor, um Emerita auszuplündern. Kurz nach Osterfest am 31. März verliess Theodorich, erschrocken vor den unvorteilhaften Nachrichten, Emerita und eilte nach Gallien zurück, um einen Teil der bei ihm befindlichen, aus vielen Völkerschaften bestehenden Schar mit seinen eigenen Befehlshabern auf die Ebenen von Gallaecien zu führen. List und falschen Schwur anwendend und wie es ihnen befohlen wurde, Frieden heuchelnd und mit der für sie bezeichnenden Doppelzüngigkeit griffen die Goten Asturica an, wohin schon die Plünderer Theodorichs einfielen, anscheinend auf Befehl der Römer, mit der Lüge, dass sie wegen eines Feldzuges gegen die hinterbliebenen Sueben gekommen sind. Gleich wurden die dort verweilenden Truppen abgeschlachtet; die heiligen Tempel aufgebrochen, nach der Plünderung und Umwerfung der Altaren all die heiligen Gegenstände und Gerätschäfte weggeraubt; die dortigen zwei Bischöfe mit dem Priestertum weggeschleppt; ohne Ansehen auf das Geschlecht die Schwächlingen in die elendliche Gefangenschaft genommen; die bleibenden leeren Häuser der Stadt angezündet; die Gefilden der Weiden verwüstet. Die Stadt Palentia wurde mit gleicher Verwüstung der Goten ruiniert, wie Asturica. In einer langwierigen Schlacht belagerten und bestürmten die Goten Coviacum, eine Festung 30 Meilen weit von Asturica. Mit Gottes Hilfe leistete die Burg dennoch Gegenwehr und überwand den Feind,sehr viele von den Goten wurden getötet, darum kehrten die Überlebenden gleich nach Gallien zurück.Die Sueben teilten sich in zwei Hälfte und baten bei den Gallaecinern um Frieden; ein Teil hielt Framta, ein anderer Maldras für König. Die Anhänger Maldras plünderten mit der sie bezeichender Falschheit Lusitanien aus, und hauten die Römer ab und sammelten viele Beute, danach Frieden vorwendend brachen sie in die Stadt Ulixippona ein. Im Jahre 458 verwüsteten auf die Anweisung von Maldras die Sueben mit ihrer gewöhnten Falschheit die Gegenden Gallaeciens an dem Fluss Durius. Im Julius rückte das gotische Heer, das Theoderich mit dem Befehlshaber Cyrila nach Hispanien geschickt hat, in Baetica ein.Die Gesandten der Goten und Vandalen gingen zugleich zu den Sueben, danach kehrten sie zurück. Im Jahre 459 richtete Theoderich eine Truppe seiner Schar unter dem Befehlshaber Sunieric nach Baeticia, dabei rief er Cyrila nach Gallien zurück. Die Sueben plünderten inzwischen unter der Führung Maldras Lusitanien, unter der Führung Rechimund aber Gallaecien. Nach der Ermordung vieler römischen Vornehmen stärkte sich die Feindseligkeit zwischen den Sueben und den Gallacianern. Am Ende des Jahres 460 wurde Maldras von seinen eigenen Leuten getötet.Die Sueben griffen um die Zeit des Osterfestes manche in Lucus lebenden Vornehmen mit ihren Landpfleger unvermittelt an und töteten sie, denn die Römer dachten, dass sie wegen des Heilighaltens des Festes in Sicherheit wären. Ein Teil der gotischen Scharen, den Suneric und Nepotianus nach Gallacen geführt hatten, plünderte die Sueben in der Nähe von Lucus aus, als aber, um Furcht zu erregen ,die zweizungigen Spitzel Dictynius, Spinio und Ascanius sie verraten hatten, eilten sie zurück zu den gotischen Scharen. Nicht später danach am 26. Juli ergriff Frumarius mit seinen Einheiten auf Ansporn der oben erwähnten Spitzel den Bischopf Hydatius in dem Tempel Aquae Flaviae, dessen Kloster er durchwühlte und grosse Verwüstung anrichtete. Rechimund verwüstete gleichermassen die Umgebung von Auregens und das Kloster Lucus bis zu den Meerufern hin. Zwischen Frumarius und Richimund erhob sich Fehde um die Übung der Macht. Die Gallaecianer und die Sueben schlossen scheinbar Frieden mit einander. Von Theoderich gingen Gesandte zu den Sueben, dann eilten sie zurück. Im Jahre 464 nach dem Tod Frumarius's bemächtigte sich Remismund als König der Herrschaft über die Sueben, erneuerte den Frieden, der inzwischen seine Geltung verlor.Remismund sandte Abgesandte zu Theoderich, der seine eigene mit Waffen und übrigen Geschenken zu ihm verschickte, sogar gab er ihm sein gefangenes Weib zurück.Die Sueben griffen arglistig Conimbric an, plünderten die Familie des vornehmens Contabers aus, schleppten die gefangengenomme Mutter mit ihren Söhnen weg. Die Sueben liessen ihre Missgunst an dem Volk Aurora fühlen, danach schickte Theoderich Abgesandte zu Remismund, ergebnisslos,da sie abgelehnt wurden. Nicht später danach kehrten die Abgesandten zurück. Im Jahre 466 den Frieden vergessend plünderten die Sueben Conimbrica wieder aus. Die Häuser wurden bis auf einen gewissen Teil der Mauer zerstört, die Anwohner gefangen genommen und interniert, die Stadt und ihre Umgebung ohne Bevölkerung dagelassen. Im Jahr 466 nahmen die Sueben Ulixippona, Lusidius in der Folge des Verrats der Vornehmen der Stadt ein.